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Skywatcher StarTravel 80

Lieferumfang:

 

Teleskop, 6x30 Sucher, EQ-1 Montierung mit Alu-Stativ und Gegengewicht, Oklulare (10 & 25 mm), Barlow (2x), Zenitprisma und Werkzeug.

Technische Daten
Öffnung: 80mm
Brennweite: 400mm
Öffnungsverhältnis: f/5
Grenzgröße: 12,5 mag
Auflösung: 1,45“
Gesamtgewicht inkl. Montierung: ca. 10kg

Erster Eindruck
Der Zusammenbau ist schnell und intuitiv erledigt.
Das Teleskop wirkt sehr Wertig. Der Tubus, die Taukappe sowie der Auszug sind aus Metall.
Die Montierung wirkt irgendwie putzig im Vergleich zu einer Astro-5, bietet aber ausrechend Stabilität für den kurzen Refraktor.
Die Okulare wirken dagegen sehr billig. Einfassungen aus Kunststoff teilweise mit Kunststofffitzeln aus der Produktion. Metallringe sind innen Matt-Schwarz lackiert, der Kunststoff ist dagegen glänzend Schwarz.

First Light
Direkt am Abend der Lieferung konnte ich das Gerät testen.
Das Teleskop hatte ich noch aufgebaut und es ließ sich komplett vom ersten Stock in den Garten tragen.

1. Schwenk zum Mars: Ein Blick durch den Sucher zum groben Peilen, obwohl ich ihn nicht ausgerichtet hatte, zeigte im Okular schon den roten Punkt.
25er „Super“ (?) zeigt viiiiieeeeel Himmel. Deutlicher Unterschied zum 70mm MAK-Spektiv (Baugleich TS Voyager 1). Das Bild war auch sehr hell. Wie der Himmel ja auch ;-).
Die Sterne waren sehr scharf. Wie Nadelspitzen.
Das 10er „Super“ zeigte immer noch ein Großzügiges Feld. Der Rote Punkt wurde größer.
10er + 2x Barlow: Der rote Punkt wurde nochmals größer. Eindeutig der Mars . Details gab‘s natürlich nicht. Planeten sind ja auch nicht seine stärken.
Das Nachführen mit der EQ-1 klappte auch recht gut.

2. Schwenk zum Saturn:
Durch den Sucher anvisiert. Im Okular war diesmal nichts zu sehen. Muss ja noch ausgerichtet werden.
Nach kurzen „rühren“ war er im Okular. Im 25er zeigte sich ein Ovaler Fleck.
Mit dem 10er war bereits der Ring zu erkennen. Ich meine sogar dass er sich abgesetzt hat.
Mit Barlow: Man konnte gut die Ausrichtung des Ringes erkennen. Hier natürlich keine weiteren Details. (Klar bei 80x Vergrößerung)
Während des Beobachtens hatte ich nachträglich noch die Beine des Stativs voll ausgezogen. Auch damit konnte man gut beobachten. Bei 80x Vergrößerung dauerte das Ausschwingen lediglich 1-3s nach dem Fokussieren.
Also lässt sich auch bequem im Stehen gucken. ;-)

3. Schwenk irgendwo Südlich:
Auf gut Glück gerührt. Plötzlich tauchte ein trüber Fleck auf. Mit kleinerer Okularbrennweite wuchs auch der Fleck.
Irgendwas hatte ich gefunden. Leider hatte ich keine Karten dabei und ich konnte nicht feststellen in welchem Sternbild ich mich befand.
Also bleibt es dabei: Ich habe einen Fleck gefunden!
Irgendwo in der Nähe habe ich sogar noch einen weiteren Fleck gefunden.
Am Fleck habe ich dann noch mein Seben Zoom Okular ausprobiert. Bei 24mm war das Gesichtsfeld deutlich kleiner als beim „Wide Angle Super 25mm“ Okular aus dem Lieferumfang des Startravel. Die Abbildung war aber wieder super. Reingezoomt auf 8mm war das Gesichtsfeld größer und die Abbildung immer noch super.

Handling
Der Okularauszug hat eine angenehme Haptik. Den Fokus erreicht man nur mit eingestecktem Zenitprisma. Die „biegsamen Wellen“ der EQ-1 sind nur schwer biegsam. Bei Minusgraden dürfte sich da gar nichts mehr verbiegen. Die Klemmschraube für die Polhöhenverstellung lässt sich nicht 100% Festziehen. Hier ist mir beim Abbauen die Montierung zurückgekippt und die Abdeckkappe der Stundenachse hat das zeitliche gesegnet.
Das Teleskop lässt sich außerdem nicht richtig ausbalancieren. Dafür ist der Tubus einfach zu kurz, bzw. eine Schraube im Weg. Und da die EQ-1 ohne Prismenschiene daherkommt, muss man damit leben oder selber erweitern.
Die Ablageplatte wird über 3 kleine Flügelschrauben an das Stativ geschraubt. Dies ist sehr fummelig im Dunkeln.

Fazit
Der günstige Richfielder ist sein Geld wert. Das Teleskop ist sehr Reisefreundlich und man kann einige Deep Sky Objekte finden. Auch für ein Blick auf die Planeten ist er zu gebrauchen.
Er ergänzt perfekt mein nicht ganz so Reisefreundlichen 6“ f/8 Newton.

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